CREAM steigt um 65 %, PNT um 45 %, AI um 24 % – sieht das nicht verlockend aus? Aber ich möchte heute über ein Thema sprechen, das viele übersehen: die Liquiditätsfalle. Unter den Top 10 der Gewinner haben die meisten Coins ein 24-Stunden-Handelsvolumen von mehreren hunderttausend US-Dollar; CREAM hat nur 270.000, PNT nur 260.000 und CLV lediglich 350.000. Was bedeutet das? Wenn du 100.000 US-Dollar hinterherjagst, kannst du den Preis schon um ein paar Prozentpunkte nach oben ziehen. Wenn du dagegen 100.000 US-Dollar aus deinem Bestand verkaufen willst, kann es passieren, dass der Preis direkt um mehr als 10 % nach unten gedrückt wird. Das ist die Liquiditätsfalle bei Small-Caps: Sie steigen zwar scheinbar stark, aber du bekommst die Coins kaum los. Wie machen es die wirklich schlauen Gelder? Sie bauen in niedrigen Kursbereichen nach und nach Positionen auf – vielleicht über Wochen oder sogar Monate. Wenn dann ein Katalysator kommt, steigt der Preis ohnehin von selbst, und sie verkaufen oben dann schrittweise ab. Privatanleger sehen oft nur die Gewinnerliste und springen erst dann auf – und am Ende werden sie zum Abnehmer dessen, was andere bereits ausladen. Meine Empfehlung lautet daher: Wenn eine Coin stark explodiert, zuerst das Handelsvolumen checken. Liegt das tägliche Volumen unter 1 Million US-Dollar, dann – egal wie stark sie steigt – nicht mit voller Gewichtung einsteigen. Denn wenn du erst drin bist, fällt es dir schwer wieder rauszukommen. Wenn du es trotzdem spielen willst, dann nur mit dem Geld, das du zu verlieren bereit bist – das, bei dem dich ein Verlust nicht weiter schmerzt.