Bitcoin könnte nicht voll von den verbesserten Marktbedingungen profitieren, wenn Strategy (ehemals MicroStrategy) gezwungen ist, mehr von seinen Bitcoin-Beständen zu verkaufen, so die Analysten der Krypto-Handelsfirma QCP Capital.

Während die jüngste Optimismus rund um den Waffenstillstand zwischen den USA und Iran dazu beigetragen hat, die Stimmung an den Finanzmärkten zu verbessern, glaubt QCP, dass ein weiterer Faktor den Druck auf die Bitcoin-Preise weiterhin erhöhen könnte.

Warum Analysten sich um Strategy sorgen

Strategy ist der größte Unternehmensinhaber von Bitcoin weltweit. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen Milliarden von Dollar durch Schulden und Aktienangebote gesammelt, um mehr BTC zu kaufen.

In letzter Zeit sind Bedenken hinsichtlich des Vorzugsaktienprogramms des Unternehmens aufgekommen, insbesondere eines Produkts namens STRC.

STRC wurde entworfen, um um $100 pro Aktie zu handeln, ist aber auf etwa $89 gefallen. Dieser Rabatt hat Bedenken hinsichtlich der Investorennachfrage und der Fähigkeit des Unternehmens, weiterhin effizient Kapital zu beschaffen, geweckt.

Laut QCP Capital könnte Strategy letztendlich gezwungen sein, einige seiner Bitcoin-Bestände zu verkaufen, wenn es Schwierigkeiten hat, genügend Cash zu generieren, um die Dividendenzahlungen für diese Vorzugsaktien zu decken.

Analysten schätzen, dass das Unternehmen derzeit etwa 7,5 Monate Cash-Abdeckung für Dividendenverpflichtungen hat.

Peter Schiff warnt vor weiterem Druck.

Der langjährige Bitcoin-Kritiker Peter Schiff hat sich ebenfalls zur Situation geäußert.

Er argumentierte, dass Investoren in Strategies Stammaktien (MSTR) mit weiterer Verwässerung konfrontiert werden könnten, wenn das Unternehmen zusätzliche Mittel aufbringen muss.

Laut Schiff könnte es, wenn Strategy die Dividendenrenditen erhöht, um Investoren anzulocken, notwendig werden, mehr Aktien zu niedrigeren Preisen auszugeben. Wenn es die Renditen nicht erhöht, könnte die Nachfrage nach STRC sogar noch weiter schwächer werden.

Jedes Szenario könnte zusätzliche Herausforderungen für das Unternehmen schaffen.

Strategy reagiert auf die Bedenken.

Strategy hat die Idee zurückgewiesen, dass es sich einem unmittelbaren finanziellen Problem gegenübersieht.

Das Unternehmen hat kürzlich erklärt, dass es über genügend Ressourcen verfügt, um Dividendenzahlungen für mehr als 30 Jahre zu decken, basierend auf dem aktuellen Wert seiner Bitcoin-Bestände.

Kritiker wiesen jedoch schnell auf eine mögliche Schwäche in diesem Argument hin.

Wenn Strategy jemals beginnt, große Mengen Bitcoin zu verkaufen, könnte der Verkauf selbst den Preis von Bitcoin nach unten drücken. Ein fallender Bitcoin-Preis würde den Wert der Unternehmensbestände reduzieren und die finanzielle Laufzeit verkürzen.

Das hat einige Marktbeobachter dazu gebracht, Strategy als potenziellen "permanenten Verkäufer" zu beschreiben, wenn der finanzielle Druck im Laufe der Zeit zunimmt.

Bitcoin-Trader beobachten weiterhin die $60K-Marke.

Trotz der Bedenken erwarten die meisten professionellen Trader keinen großen Bitcoin-Crash.

Daten aus dem Optionsmarkt zeigen, dass viele große Investoren derzeit um die Preisniveaus von $62.000 und $60.000 absichern. Diese Niveaus werden als wichtige Unterstützungszonen angesehen.

Die jüngste Korrektur bei Bitcoin wurde auch von breiteren makroökonomischen Faktoren beeinflusst, einschließlich der hawkish Haltung der Federal Reserve zu den Zinssätzen.

Infolgedessen glauben die Marktteilnehmer, dass Bitcoin kurzfristig unter Druck bleiben könnte, aber ein Rückgang deutlich unter $60.000 ist derzeit nicht die Basis-Erwartung.

Was könnte den Ausblick ändern?

Das größte Risiko wäre die Bestätigung, dass Strategy begonnen hat, mehr Bitcoin zu verkaufen.

Wenn das Unternehmen zusätzliche BTC-Verkäufe ankündigt, könnten Trader das als bärisches Signal interpretieren, was den Verkaufsdruck auf dem gesamten Markt potenziell erhöhen würde.

Andererseits, wenn Strategy weiterhin seine Bitcoins hält und erfolgreich seine Dividendenverpflichtungen verwaltet, könnten die Ängste vor einem erzwungenen Verkauf allmählich schwinden.

Fazit

QCP Capital glaubt, dass die finanziellen Verpflichtungen von Strategy ein wichtiges Risiko für Bitcoin-Investoren darstellen.

Obwohl positive Entwicklungen wie das U.S.-Iran-Abkommen die allgemeine Marktsentiment verbessert haben, belasten Bedenken über potenzielle Bitcoin-Verkäufe von einem der größten Halter weiterhin den Markt.

Im Moment beobachten die Trader sowohl die finanzielle Lage von Strategy als auch die Fähigkeit von Bitcoin, key Supportlevels um $60.000 zu halten.

Der nächste große Move könnte nicht nur von makroökonomischen Bedingungen abhängen, sondern auch davon, was der größte Unternehmens-Bitcoin-Halter als Nächstes entscheidet.

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