Laut Bloomberg hat das japanische Unterhaus am Donnerstag ein Gesetz verabschiedet, das Krypto-Assets als Finanzinstrumente unter dem Finanzinstrumente- und Börsengesetz klassifiziert. Das bringt Bitcoin, Ether und andere Tokens unter ein regulatorisches Framework, das mit Aktien und Anleihen vergleichbar ist. Der Gesetzentwurf geht jetzt ins Oberhaus und wird voraussichtlich nächstes Jahr in Kraft treten.

Eine wichtige Bestimmung senkt die Kapitalertragssteuer auf Krypto-Bestände von derzeit maximal 55 % auf einen festen Satz von 20 %, was mit Aktien übereinstimmt – obwohl diese Änderung erst 2028 in Kraft treten soll. Die Gesetzgebung ebnet den Weg für heimische Krypto-ETFs, wobei die Japan Exchange Group an einem Listing bereits nächstes Jahr interessiert ist. Die Beschränkungen für Insiderhandel werden verschärft, mit Strafen auf Niveau von börsennotierten Wertpapieren, und die maximale Haftstrafe für nicht registrierte Krypto-Verkäufer steigt von drei auf zehn Jahre. Die Regeln gelten nicht für Stablecoins, die weiterhin als Zahlungsdienste reguliert werden.

Branchenbeobachter warnen, dass die strengeren Offenlegungs- und Prüfungsverpflichtungen etwa die Hälfte der 27 registrierten Krypto-Börsenbetreiber Japans auslöschen könnten. Metaplanet und andere Firmen im Bereich digitale Vermögenswerte könnten Schwierigkeiten bekommen, während ETF-Anbieter den Markt betreten. Die Finanzdienstleistungsbehörde erklärte, dass das Ziel ein gesundes Marktwachstum ist, nicht eine Befürwortung von Krypto.