Der deutsche Rüstungsriese Rheinmetall hat mit den Behörden Rumäniens einen Deal über 5,7 Milliarden Euro abgeschlossen. Das Land erhält 298 Kampfmaschinen Lynx, Skyranger-Luftabwehrsysteme, zahlreiche Munitionen und vier Militärboote. Darüber wurde am Dienstag, dem 2. Juni, in einer Pressemitteilung von Rheinmetall berichtet.

Der Rüstungsriese bezeichnete den Deal als "historisch" und als "größten internationalen Auftrag in der neueren Geschichte des Unternehmens". Laut Rheinmetall sollen die ersten Lieferungen im Rahmen des Vertrags 2028 beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein. Dafür plant das Unternehmen, in Rumänien eine eigene Produktion aufzubauen und mehrere Hundert Millionen Euro in die Verteidigungsindustrie des Landes zu investieren.

Der CEO von Rheinmetall, Armin Papperger, hat bereits im März 2026 auf einen bevorstehenden Deal mit Rumänien hingewiesen. Laut der deutschen Zeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung wurde in einer Präsentation für Investoren, die sich mit der Prognose des Auftragsportfolios beschäftigt, Rumänien als eines der Schlüsselländer für Rüstungsaufträge neben der Ukraine und Italien genannt. Rheinmetall erwartet in naher Zukunft Aufträge von ihnen im Gesamtwert von etwa 16 Milliarden Euro.

Der Deal mit Rumänien wird durch den Verteidigungsfonds der EU finanziert

Rumänien plant, den Deal durch Mittel aus dem EU-Programm Security Action for Europe (SAFE) zu finanzieren. Dieses Programm zielt darauf ab, die Verteidigungsfähigkeit der EU-Staaten zu stärken, Waffen zu beschaffen und die Rüstungsindustrie auszubauen. Den teilnehmenden Staaten werden insgesamt 150 Milliarden Euro in Form von zinsgünstigen Krediten zur Verfügung gestellt.

Der SAFE-Fonds wurde im Mai 2025 gegründet, um die europäische Verteidigung angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland zu stärken. Zu den Zielen von SAFE gehört auch die Verringerung der Abhängigkeit Europas von den USA im Verteidigungsbereich sowie die Unterstützung der Ukraine.


#ArmsTechnologyMarket , #WorldNews2026