Ein südafrikanisches Gericht hat entschieden, dass Bitcoin sowohl als Kapital als auch als Währung unter den Devisenkontrollvorschriften des Landes betrachtet werden kann. Laut Foresight News besagt das Urteil des High Court von Süd Gauteng in Johannesburg, dass das Übertragen von Bitcoin an ausländische Börsen oder zugängliche Wallets als Kapitalabfluss angesehen werden kann, der die Genehmigung des südafrikanischen Finanzministeriums erfordert.
Die Entscheidung wurde in einem Fall getroffen, in dem das Gericht einen Antrag von den Krypto-Tradern Square Mangundhla und Fungai Dangaiso abgewiesen hat, um einen Beschlagnahmebeschluss der südafrikanischen Zentralbank (SARB) aufzuheben. Richter Stuart Wilson stellte fest, dass die Antragsteller zwischen 2018 und 2020 fast 1.680 Bitcoins an ausländische Krypto-Börsen transferiert hatten, was einem nicht autorisierten Kapitalexport ohne Genehmigung des Finanzministeriums entspricht und somit die Vorschriften zur Devisenkontrolle verletzt. Die Beschlagnahme von Vermögenswerten im Wert von etwa 6 Millionen Rand wurde als rechtmäßig und gültig erachtet.
