Die Zentralbank Brasiliens hat strengere Lizenzierungsregeln für Anbieter von virtuellen Vermögenswertdiensten eingeführt, die ab dem 1. Juni gelten. Laut ChainCatcher müssen diese Anbieter nun unabhängige Finanzprüfungen durchlaufen, bevor sie Betriebslizenzen erhalten. Die Prüfungen werden die finanzielle Gesundheit der Unternehmen und die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bewerten. Dazu gehört die Überprüfung der Trennung von Unternehmensmitteln und Kundengeldern, Risikomanagementpraktiken und Mitarbeiterschulungen. Prüfer müssen bei der brasilianischen Wertpapierkommission registriert sein.
Neue Bewerber, wie Krypto-Börsen, Brokerage-Firmen und Verwahrstellen, müssen diese Anforderungen bereits zu Beginn des Registrierungsprozesses erfüllen. Bestehende Lizenzinhaber müssen ebenfalls unabhängige Prüfungen für Lizenzverlängerungen bestehen.
Im Jahr 2022 stellte Brasiliens Gesetzgebung erstmals virtuelle Vermögensdienstleistungen unter die Regulierung der Zentralbank und schuf bis November 2025 eine lizenzierte Kategorie für diese Anbieter. Kürzlich hat Brasilien 28 Wett- und Vorhersagemarktplattformen, darunter Polymarket und Kalshi, wegen Nichteinhaltung der lokalen Derivatehandelsanforderungen gesperrt. Darüber hinaus dürfen brasilianische elektronische Devisenanbieter ab dem 1. Oktober keine Kryptowährungen mehr für internationale Überweisungen verwenden.

