Der Sicherheitsberater des deutschen Kanzlers Friedrich Merz, Günter Sautter, ist nach Paris gereist, um am ersten Verhandlungsrunde über eine engere Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung teilzunehmen, berichtet das deutsche Magazin Der Spiegel am Samstag, den 30. Mai.

"An den Beratungen nahmen auch Vertreter anderer europäischer Länder teil", berichten die Journalisten. Laut Der Spiegel ist das nächste Treffen der Parteien "noch vor den Sommerferien" in Deutschland geplant.

Pläne von Frankreich und Deutschland zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung

Am 2. März wurde auf der Website der Bundesregierung eine gemeinsame Erklärung von Friedrich Merz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron veröffentlicht, in der die Politiker die Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung ankündigten. Darin heißt es unter anderem, dass Berlin und Paris eine "hochrangige nukleare Führungsgruppe" gegründet haben, die die "bilaterale Grundlage" für die gemeinsame Arbeit bilden wird - zum Beispiel "für Beratungen über die optimale Kombination aus konventionellen Waffen, Raketenabwehrsystemen und dem französischen nuklearen Potenzial".

Laut Der Spiegel plant die im März gegründete Führungsgruppe gemeinsame Manöver zur Vorbereitung auf Notfälle. Im Rahmen dieser werden Vertreter der Bundeswehr an der konventionellen Komponente der französischen nuklearen Übungen teilnehmen und Zugang zu französischen Nuklearanlagen erhalten können. Die erste Teilnahme der deutschen Seite an solchen Übungen ist voraussichtlich für September 2026 geplant, heißt es weiter in der Veröffentlichung.

Neben Deutschland beabsichtigt Frankreich auch, enger im Bereich der nuklearen Abschreckung mit Großbritannien, Polen, den Niederlanden, Belgien und Griechenland zusammenzuarbeiten.



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