Sowohl Zilliqa als auch Ethereum arbeiten an Sharding, um die Skalierbarkeit der Blockchain zu verbessern, aber sie verfolgen dabei sehr unterschiedliche Ansätze.
Kernphilosophie
• Zilliqa: Hat bereits 2019 das Produktions-Sharding implementiert. Es verwendet ein zweischichtiges Sharding-Modell, das von Anfang an für hohe Durchsatzraten ausgelegt ist.
• Ethereum: Ursprünglich war vollständiges Sharding in seinem Fahrplan vorgesehen. Es hat sich jedoch in Richtung eines rollup-zentrischen + Danksharding-Ansatzes verschoben. Ab Mitte 2026 verlässt sich Ethereum hauptsächlich auf Layer-2-Rollups, während Proto-Danksharding (EIP-4844) bereits aktiv ist, während das vollständige Danksharding noch in Arbeit ist.
Wie Sharding funktioniert
Zilliqa Sharding:
• Teilt das Netzwerk in mehrere Transaktions-Shards, die Transaktionen parallel verarbeiten.
• Nutzt einen Directory Service (DS) Ausschuss als finale Konsensschicht.
• Jedes Shard führt seinen eigenen Konsens (pBFT) durch.
• Erreicht hohen nativen Durchsatz (historisch 2.000+ TPS).
Ethereum Sharding (Aktuell + Zukunft):
• Derzeit liegt der Fokus auf Daten-Sharding (Danksharding), um kostengünstige Datenverfügbarkeit für Layer-2-Rollups bereitzustellen.
• Shardet die Ausführung noch nicht (jeder Shard wird schließlich seine eigene Ausführungsumgebung haben, aber das ist noch Jahre entfernt).
• Vertraut stark auf Layer-2s (Optimism, Arbitrum, Base usw.) zur Skalierung der Ausführung.
Wesentliche Unterschiede
• Implementierungsjahr: Zilliqa hat seit 2019 live Sharding. Ethereum implementiert seinen Sharding-Fahrplan immer noch schrittweise.
• Art des Shardings: Zilliqa führt vollständiges Transaktions- + Status-Sharding durch. Ethereum konzentriert sich hauptsächlich auf Datenverfügbarkeits-Sharding.
• Durchsatz: Zilliqa erreicht hohe native TPS auf der Basisschicht. Ethereum erreicht hohen Durchsatz hauptsächlich durch sein Layer-2-Ökosystem.
• Sicherheitsmodell: Zilliqa verwendet DS-Ausschuss + pBFT. Ethereum verlässt sich auf seine starke wirtschaftliche Sicherheit und Restaking.
• Adoption: Zilliqa hat bisher nur begrenzte Akzeptanz. Ethereum dominiert die Entwickleraktivität und den TVL durch sein Layer-2-Ökosystem.
Meine persönliche Ansicht
Zilliqas Ansatz ist aus einer reinen Layer-1-Perspektive ehrgeiziger. Sie haben versucht, Skalierbarkeit direkt auf der Basisschicht mit vollem Sharding zu lösen. Technisch beeindruckend, aber sie hatten Schwierigkeiten mit der Akzeptanz und dem Entwicklerinteresse.
Ethereums Ansatz ist pragmatischer. Anstatt sofort komplexes Sharding auf der Basisschicht zu erzwingen, haben sie eine starke, sichere Abwicklungsschicht aufgebaut und die meisten Skalierungen auf Layer-2-Rollups verlagert. Das hat sich in Bezug auf Nutzung und eingesetztes Kapital als äußerst erfolgreich erwiesen.
Gerade jetzt im Jahr 2026:
Zilliqa hat eine bessere theoretische Skalierbarkeit auf L1.
Ethereum hat eine weit überlegene reale Akzeptanz, Sicherheit und Ökosystemstärke.
Zilliqa könnte dennoch glänzen, wenn es ihnen gelingt, bedeutende DeFi- und dApp-Aktivitäten in diesem Zyklus anzuziehen. Ethereum bleibt jedoch der klare Führer im Bereich der Smart Contracts.
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