
Porsche AG hat am Mittwoch einen drastischen Rückgang des Gewinns im ersten Quartal gemeldet, da die Fahrzeuglieferungen im Jahresvergleich um fast 15% gefallen sind, obwohl der deutsche Sportwagenhersteller die Rentabilität im oberen Bereich der Prognose beibehalten hat und die Jahresprognose unverändert ließ.
Der operative Gewinn der Gruppe sank um 21,9% auf 595 Millionen € von 762 Millionen € im Vorjahr, während der Umsatz um 5,2% auf 8,40 Milliarden € von 8,86 Milliarden € fiel.
Die Auslieferungen an Kunden sanken auf 60.991 Fahrzeuge von 71.470 im ersten Quartal 2025.
Trotz des Drucks auf die Volumina betrug die operative Umsatzrendite der Gruppe 7,1%, am oberen Ende der Unternehmensprognose für das gesamte Jahr von 5,5%-7,5%, unterstützt durch diszipliniertes Pricing und eine konsistente Strategie, die Wertschöpfung über Volumen priorisiert, wie Porsche beschreibt.
Ein auffälliger Lichtblick war der Netto-Cashflow der Automobilsparte, der auf 514 Millionen € von 198 Millionen € im Vorjahr anstieg, wobei die Nettocashflow-Marge auf 7,0% von 2,5% anstieg, dank höherer operativer Cashflows, strengerem Working Capital Management und reduzierten Investitionsausgaben.
Der Anteil der batteriebetriebenen Elektrofahrzeuge des Unternehmens sank auf 19,8% von 25,9% im Vorjahr und fiel unter die Jahreszielspanne von 24%-26%.
Der neue CEO Dr. Michael Leiters, der eine umfassende strategische Umstrukturierung namens 'Strategie 2035' leitet, hat erklärt, dass das Jahr 2026 "vollständig der Neuausrichtung gewidmet ist", mit dem Ziel, Porsche "schlanker und schneller" zu machen. Eine umfassende Aktualisierung der Strategie ist für den Kapitalmarkttag im Herbst geplant.
Die Jahresprognose wurde mit einem Zielumsatz von 35-36 Milliarden € bestätigt, obwohl Porsche anmerkte, dass die Prognose keine potenziellen Auswirkungen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten berücksichtigt.