Ab April 2026 steht der Kryptowährungssektor an einem Scheideweg. Der Sektor reift, sieht sich jedoch weiterhin echten Turbulenzen gegenüber. Die globale Marktkapitalisierung liegt bei etwa 2,5 Billionen Dollar, ein Rückgang von dem Höchststand von 3,8 Billionen Ende 2024. Bitcoin hält etwa 57 Prozent des Marktes. Es erreichte Anfang dieses Jahres 87.000 Dollar und wurde seitdem zwischen 70.000 und 80.000 Dollar gehandelt. Ethereum bleibt unter 3.000 Dollar. Stablecoins sind auf dem Weg, bis Ende des Jahres eine Versorgung von 1 Billion Dollar zu erreichen, aufgrund der starken Nachfrage nach digitalen Dollar im Handel und bei Zahlungen.

Institutionen treten weiterhin über Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs, Unternehmensinvestitionen in digitale Vermögenswerte und klarere Vorschriften in den USA und anderen Ländern in den Raum ein. Die Tokenisierung bringt Immobilien, Schatzwechsel und Luxuskunst auf Blockchains. Der insgesamt gesperrte Wert von DeFi nähert sich erneut 300 Milliarden Dollar. Neue Entwicklungen umfassen On-Chain-Prognosemärkte und bessere Möglichkeiten, traditionelle Finanzen mit dezentralen Systemen zu verbinden. Die Grundlage für die langfristige Nutzung nimmt Gestalt an.

Der Altcoin-Markt bleibt schwach. Die Preise steigen nicht wie zuvor. Die makroökonomische Unsicherheit macht Anleger vorsichtig. Die Zeit nach der Halbierung, die Netzwerk-Konsolidierung und das Ende leichter Gewinne haben den Schwung verlangsamt. Einige sehen 2026 als den Beginn der institutionellen Ära, wobei der Fokus von Meme-Coins auf tatsächlichen Nutzen in Zahlungen und finanzieller Infrastruktur verschoben wird.

Es bestehen jedoch ernsthafte Probleme unter der Oberfläche. Die Entwickleraktivität in Web3 ist stark gesunken. Die offenen Blockchain-Code-Commits sind seit Anfang 2025 um 75 Prozent gesunken, von fast 900.000 pro Woche auf etwas über 200.000. Die Anzahl aktiver Entwickler ist um mehr als die Hälfte auf etwa 4.600 gesunken. Viele erfahrene Entwickler sind für bessere Bezahlung und Stabilität zu KI-Projekten gewechselt. Viele andere, die während des letzten Bullenmarktes eingestiegen sind, haben verlassen.