In einem aktuellen Papier schlägt das Quantum-AI-Team vor, dass das Brechen der aktuellen Kryptographie von Bitcoin möglicherweise weit weniger Ressourcen erfordert als zuvor geschätzt. Die neuen Zahlen deuten auf unter 500.000 physische Qubits hin, was ungefähr einer Reduktion von 80 % im Vergleich zu früheren Annahmen entspricht.

Auf dem Papier ändert sich, wie das Risiko wahrgenommen wird.

Ein ausreichend fortgeschrittener Quantencomputer könnte theoretisch eine Transaktion abfangen und versuchen, sie vor der Bestätigung umzuleiten. Dies bleibt vorerst ein hypothetisches Szenario, wird jedoch zunehmend plausibel, da sich die technischen Annahmen weiterentwickeln.

Der wichtigste Punkt ist einfach:
Die Bedrohung ist nicht unmittelbar, aber sie rückt näher.

Heute kann keine existierende Maschine einen solchen Angriff durchführen. Die meisten Prognosen gehen weiterhin davon aus, dass diese Fähigkeit Jahre, wenn nicht Jahrzehnte entfernt ist. Allerdings verschiebt eine Senkung der Ressourcenanforderungen die Erzählung von einem fernen, theoretischen Risiko zu etwas, das innerhalb eines realistischeren Zeitrahmens relevant werden könnte.

Ein weiterer Aspekt, den es wert ist, beobachtet zu werden, ist die Exposition.

Ein erheblicher Teil von $BTC im Umlauf befindet sich in Wallets, in denen öffentliche Schlüssel bereits durch vergangene Transaktionen on-chain offengelegt wurden. Unter den aktuellen Bedingungen ist dies kein Problem. Aber in einer Zukunft, in der quantenfähige Technologien das erforderliche Niveau erreichen, könnte diese Daten ausnutzbar werden.

Auf der industriellen Seite tauchen bereits Signale auf. Google plant, Teile seiner Infrastruktur bis Ende des Jahrzehnts auf post-quantum Kryptografie umzustellen, ein Schritt, der ein wachsendes Bewusstsein unter den großen Technologieunternehmen hervorhebt.

Bisher hat der Markt auf diese Entwicklungen nicht reagiert.
Die Preisbewegung von Bitcoin wird hauptsächlich von makroökonomischen Faktoren bestimmt.

Aber eine umfassendere Frage beginnt sich zu zeigen.

Unterschätzt der Markt ein langfristiges Risiko…
oder wartet er einfach darauf, dass es real wird, bevor es eingepreist wird?