Trotz der jüngsten Schwankungen und steigenden Renditen von Staatsanleihen bleibt das fundamentale Argument für Gold stärker als je zuvor. In einem kürzlichen Interview mit Kitco News hob Ryan McIntyre, Senior Managing Partner bei Sprott Inc., hervor, dass die mit großer Spannung erwartete "große Welle" institutioneller Investitionen in Gold sich noch in den Anfängen befindet.

Während individuelle Investoren und Zentralbanken seit 2022 die Initiative übernommen haben, sind große Institutionen weitgehend an der Seitenlinie geblieben. McIntyre führt diese Zögerlichkeit auf einen Mangel an interner Rohstoffexpertise und die starke historische Leistung von Aktien zurück. Da jedoch die globalen fiskalischen Situationen sich verschlechtern und die Staatsausgaben eine weitere monetäre Expansion erfordern, erscheint der Übergang von Anleihen zu Gold zunehmend unvermeidlich.

Wichtige Erkenntnisse von Sprotts Ryan McIntyre:

Der Renditewind: Steigende 10-jährige Treasury-Renditen haben ein kurzfristiges Opportunitätskosten für Gold geschaffen. Allerdings beginnt die Volatilität in "stabilen" Anleihen - die seit Januar um 3% bis 4% gefallen sind - die Rolle von Gold als echtes sicherer Hafen zu unterstreichen.

Kluft im institutionellen Fachwissen: Viele große Fonds haben nach der Korrektur von 2015 ihr "internes Wissen" über Rohstoffe verloren, was zu einer "karrieristischen" Präferenz führte, bei vertrauten Aktien zu bleiben, anstatt zu Edelmetallen zu wechseln.

Die Bitcoin-Ablenkung: Einige Institutionen haben Gold zugunsten von Krypto umgangen. McIntyre erzählt eine Anekdote von einem großen Family Office mit null Goldexposition, das kürzlich Hunderte von Millionen in Bitcoin investiert hat, was auf einen erheblichen Kapitalpool hindeutet, der den defensiven Wert von Gold noch nicht erkannt hat.

Silbers steiler Kampf: Silber steht vor einem komplexeren Weg. Während es im sechsten aufeinanderfolgenden Jahr in einem Angebotsdefizit bleibt, trüben geopolitische Konflikte (wie die Iran-Situation) die wirtschaftlichen Wachstumsprognosen, was die industrielle Nachfrage kurzfristig dämpfen könnte.

Die Aussicht: McIntyre erwartet, dass Gold den Markt nach oben führt, da Institutionen schließlich "gezwungen" werden, sich von traditionellen Aktien und abwertenden Anleihen zu diversifizieren. Sobald Gold einen klaren Aufwärtstrend etabliert, wird erwartet, dass Silber ihm folgt.

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