Roboter kommen, aber wer regiert sie? Das Fabric-Protokoll hat eine Theorie
Mir ist etwas Merkwürdiges aufgefallen, wie die meisten Robotikprojekte über die Zukunft sprechen. Das Gespräch dreht sich fast immer um die Fähigkeit – schnellere Modelle, bessere Fortbewegung, geschicktere Hände, intelligentere KI. Alles dreht sich darum, was Roboter können. Worüber fast niemand spricht, ist, was passiert, nachdem Roboter genug fähig geworden sind, um tatsächlich an der realen Wirtschaft teilzunehmen.
Das Fabric-Protokoll hat meine Aufmerksamkeit erregt, weil es von dieser zweiten Frage ausgeht.
Auf dem Papier beschreibt sich Fabric als ein offenes Netzwerk zum Bauen, Verwalten und Koordinieren von Robotern für allgemeine Zwecke durch verifizierbare Berechnungen und ein öffentliches Hauptbuch. Das klingt technisch, fast steril. Aber wenn man genauer hinsieht, fühlt sich die Idee dahinter philosophischer als mechanisch an. Fabric versucht nicht, einen besseren Roboterarm oder ein intelligenteres Navigationssystem zu entwerfen. Es versucht herauszufinden, wie Roboter in einem gemeinsamen wirtschaftlichen System existieren könnten, ohne dass alles von ein paar Unternehmen kontrolliert wird.