Der im ersten Quartal 2025 veröffentlichte Fidelity Signals Bericht deutet darauf hin, dass der aktuelle Marktwert von Ethereum möglicherweise unter seinem Potenzial liegt. Laut dem Bericht bieten technische Indikatoren und Netzwerkdaten wichtige Hinweise, die Anleger nicht ignorieren sollten.
Indikatoren weisen auf Kaufgelegenheit hin
Fidelity hebt hervor, dass der Ethereum-Preis seit dem Höchststand im Januar um 45 % gefallen ist, während im März ein klassisches "Todeskreuz"-Signal entstand, als der einfache gleitende Durchschnitt über 50 Tage unter den 200-tägigen Durchschnitt fiel. Diese technische Struktur könnte kurzfristig ein Schwächesignal sein, jedoch betonen einige Indikatoren genau das Gegenteil und heben ein starkes Potenzial auf lange Sicht hervor.
Insbesondere das MVRV Z-Score-Indikator, der sich auf einem Niveau von -0,18 bewegt, deutet darauf hin, dass der Marktpreis von Ethereum unter dem tatsächlichen Wert liegt. Dieses Metrik wird von vielen Analysten als eines der Werkzeuge zur Identifizierung von "Tiefpunkten" verwendet. Daher wird dieser Wert als vielversprechendes Signal interpretiert, dass Ethereum derzeit niedrig bewertet ist.
Darüber hinaus ist das Marktwertverhältnis von Ethereum gegenüber Bitcoin ebenfalls auf bemerkenswerten Niveaus. Dieses Verhältnis, das sich um Werte nahe 2020 bewegte, begann Ende 2022 einen Abwärtstrend und erlebte im letzten 30-monatigen Zeitraum eine kontinuierliche Schwächung. Diese Situation ist ein starkes Zeichen dafür, dass Ethereum eine schwache Leistung gegenüber BTC zeigt.
Aktivität im Netzwerk und technische Verbesserungen
Der Bericht geht auch ausführlich auf die Benutzerinteraktionen im Ethereum-Netzwerk ein. Insbesondere mit dem Wachstum der Layer-2-Lösungen gab es signifikante Zuwächse bei der Anzahl der Interaktionen. Ende des ersten Quartals 2025 erreichte die Gesamtzahl der Benutzer, die mit dem Netzwerk interagieren, 13,6 Millionen und stellte einen Rekord auf. Dieser Anstieg wird als positives Signal gewertet, dass die infrastrukturelle Stärke von Ethereum sich vertieft.
Eine weitere bemerkenswerte Entwicklung war das Übersteigen des 12-Stunden-Ichimoku-Cloud-Indikators von Ethereum. Dieses technische Signal wird als vielversprechender Hinweis gewertet, dass ein Aufwärtstrend beginnen könnte. Dass seit Dezember 2024 zum ersten Mal eine solche technische Verbesserung beobachtet wurde, könnte für die Anleger ermutigend sein.
Im Fidelity-Bericht wurde auch die Netto unrealisierten Gewinne/Verluste (NUPL) angesprochen. Dass dieser Indikator Ende des ersten Quartals auf dem Nullpunkt verweilt, weist darauf hin, dass der Markt unter einem starken Verkaufsdruck steht. Das bedeutet, dass die meisten Anleger weder Gewinne noch Verluste erzielen; dies könnte darauf hindeuten, dass sich der Markt in einem neutralen bis leicht hoffnungslosen Bereich befindet.
Die Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds wird ebenfalls als Warnung für Anleger im Bericht angesprochen. Es wird darauf hingewiesen, dass externe Faktoren wie globale wirtschaftliche Unsicherheiten, Zinssätze und regulatorische Risiken kurzfristig Druck auf den Ethereum-Preis ausüben könnten. Aus diesem Grund betont Fidelity, dass Anleger auf kurzfristige Volatilitäten vorbereitet sein sollten.
Wenn man den allgemeinen Rahmen des Berichts betrachtet, wird festgestellt, dass das langfristige Potenzial von Ethereum immer noch stark ist, jedoch die kurzfristigen Risiken nicht ignoriert werden sollten. Das bedeutet, dass Ethereum nahe an den Tiefstständen sein könnte; aber das bedeutet nicht, dass der Weg jederzeit eben werden wird.