Ich habe dieses Jahr erst mein Studium abgeschlossen.
Beim Vorstellungsgespräch über Campus-Recruiting habe ich über hundert Bewerbungen eingereicht – und alles ist im Sand verlaufen. Nach langer Mühe kam ich endlich bis in die letzte Runde, aber die HR lächelte nur und sagte: „Wir bevorzugen Bewerber mit zwei Jahren Berufserfahrung.“ Jung sein ist auf dem heutigen Arbeitsmarkt die größte Sünde. Um Geld zu sparen, zog ich in ein finsteres, feuchtes Kellerzimmer außerhalb des fünften Rings. Während ich auf dem Konto nur noch dreistellige Beträge sah, fiel mir die Verzweiflung in den Bauch.
Eines Nachts, spät in der Nacht, saß ich im Treppenhaus und rauchte. Da fing mein Handy plötzlich an wie wild zu vibrieren. Ein Kommilitone schickte in der Gruppe eine Grafik von der Ave-Hunderendgeld-Performance – innerhalb von drei Tagen war sie um mehrere hundert Prozent gestiegen. Der Screenshot stammte von einem Erstsemester-Dummkopf, der fast von der Uni rausgeschmissen worden wäre. Er prahlte mit einer Sprachnachricht, im Hintergrund war das Dröhnen eines Porsche zu hören. Er sagte, er könne diesen Monat nicht mal die Kosten für das Lektorat seiner Abschlussarbeit bezahlen, und heute habe er gerade einen Taycan gekauft.
Meine Augen wurden sofort rot. Was waren da noch Bildung, Großkonzerne, brav und bodenständig – angesichts des brutalen Geldschlags wirkten sie auf einmal wie ein Witz!
Ich fasste mir ein Herz und kippte die letzten 8000 Yuan für Miete und Lebensunterhalt komplett hinein. In dieser Nacht saß ich in dem kalten Treppenhaus und starrte wie besessen die Kurslinie an. Jedes Mal, wenn die grünen Balken um einen Schritt nach oben hüpften, stellte ich mir völlig außer Kontrolle vor: aus diesem muffigen Keller rausziehen, eine Wohnung mit Blick auf den Fluss mieten, vor diesen hochmütigen HRs den Rücken geradehalten …
Als es hell wurde, explodierte der Kurs! Am ersten Tag machte er über zwanzigfach, am zweiten Tag sogar mehr als zweihundertfach!
Als ich auf die grellen Zahlen auf meinem Konto starrte, zitterte ich am ganzen Körper. Ich wählte sofort die Nummer meiner Göttin, in die ich seit vier Jahren heimlich verliebt war, und schrie in den Hörer: „Warte auf mich! Ich kaufe sofort ein Flugticket in deine Stadt – deine Zukunft übernehme ich!“
Diese Geschichte zeigt mir: Das Ende des Campus-Recruitings ist nicht der Großkonzern. Ave-Hunderendgeld – das ist die einzige Eintrittskarte, mit der junge Leute ihr Schicksal gegen die Wand fahren und neu durchstarten können.
#AVE